Anstellungs- und Arbeitsbedingungen

Die Unterschiede bei den Anstellungs- und Arbeitsbedingungen sind in der internationalen Zusammenarbeit je nach Arbeitgeber beträchtlich. Massgebend sind die Position (getragene Verantwortung), die Finanzstärke und die Philosophie der Organisation.

Es gelten meist verschiedene Bedingungen für Stellen im In- und Ausland. In jedem Fall sollte man das ganze Paket an Leistungen und nicht nur das Salär in Betracht ziehen.

Vertragsdauer

In der internationalen Zusammenarbeit (IZA) sind Arbeitsverträge für Auslandstellen meist befristet – häufig auf zwei bis drei Jahre. Stellen am Organisationssitz in der Schweiz sind in der Regel unbefristet. In einigen multilateralen Organisationen werden Verträge jährlich verlängert.

Salär, Lebenskostenentschädigungen

Die Ansätze sind sehr unterschiedlich und reichen von einem in der Schweiz berufsüblichen Salär bis zu Entschädigungen, die sich nach den örtlichen Lebenskosten und der sozialen Situation der angestellten Person bemisst. Dazwischen gibt es viele Abstufungen und Variationen, auch bei nicht monetären Leistungen wie zum Beispiel freiem Wohnen.

Sozialleistungen, Versicherungen, Pensionskasse

Bei Schweizer Organisationen richten sich diese Leistungen nach nationalen Normen. Was darüber hinausgeht, wird uneinheitlich geregelt. Multilaterale oder nicht schweizerische Organisationen haben ihre eigenen Normen. Genaue Abklärungen und vertragliche Vereinbarungen sind dringend zu empfehlen.

Eigenleistungen

Es gibt Organisationen im Bereich Freiwilligeneinsätze und Tourismus, die keine Saläre zahlen, sondern vielmehr Eigenleistung erwarten (z.B. die Übernahme von Kosten im Rahmen der Vorbereitung) oder gar Kosten in Rechnung stellen.

Zusatz- oder Partnervertrag

Einige Organisationen unterstützen eine berufliche Tätigkeit der Partnerin oder des Partners, doch nur wenige regeln eine solche Tätigkeit vertraglich. Bei vielen Stellen in der humanitären Hilfe ist die Mitausreise des Partners oder der Partnerin oder gar einer Familie jedoch undenkbar, da in Krisengebieten gearbeitet wird.

Weitere Leistungen

In den Verträgen werden weitere Leistungen geregelt, die zum Gesamtpaket zählen: Reisekosten, Transportkosten im Land, Fahrzeugbenützung, Wohnungsmiete, Umzugskosten, Kosten für die Einstellung von Möbeln in der Schweiz, Weiterbildungskosten, Schulen und Reise in den Heimurlaub etc. Generell ist die Gesamtheit der Leistungen in Betracht zu ziehen.

Arbeitsbedingungen

In der IZA existieren unterschiedlichste Arbeitsbedingungen: kleine und grosse Teams, national (zum Beispiel schweizerisch) geprägte Teams im Ausland, solche mit zahlreich vertretenen Nationalitäten und Kulturen (zum Beispiel multilaterale Organisationen) oder mit Einbettung in ein lokales Team (personelle Entwicklungszusammenarbeit).

Die Zusammenarbeit mit lokalem Personal prägt die Arbeit in jedem Fall: Sei dies mit Arbeitsstellen in (Haupt)Städten, abgelegenen Gebieten, relativ stabilen Verhältnissen oder in Krisengebieten. Gewisse Kontexte erlauben mehr oder weniger geregelte Arbeitszeiten und ein «normales» Sozialleben – andernorts kann sich das Sozialleben auf Arbeitskolleginnen und -kollegen beschränken, mit denen man zusammenwohnt.

Während Teilzeitanstellungen am Sitz von Organisationen in der Schweiz gang und gäbe sind, kennt man dies für Stellen im Ausland kaum.

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Was bedeutet internationale Zusammenarbeit? Definitionen, Akteure und Laufbahnbeispiele finden Sie im Panorama der IZA-Arbeitswelt.

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