Stiftung und Stiftungsrat

cinfo wurde 1990 von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA als Stiftung gegründet.

Der Zweck der Stiftung und damit die Ziele und Tätigkeitsfelder von cinfo sind:

  • Erarbeitung und Verbreitung von Informationen und Fachwissen über Rahmenbedingungen und Entwicklungen des Arbeitsmarktes der internationalen Zusammenarbeit (IZA), insbesondere in der Entwicklungszusammenarbeit, der Humanitären Hilfe, der Entwicklungspolitik, der Friedensförderung sowie Menschenrechtspolitik
  • Regelmässige Information und Dokumentation der öffentlichen Berufsberatungsdienste, der Medien und anderer Stellen in der Schweiz in den obgenannten Bereichen einschliesslich Bund, Kantone, Gemeinden und  der Privatwirtschaft
  • Beratung von Interessenten und Auftraggebern über die beruflichen Möglichkeiten im Bereich der IZA
  • Regelmässige Durchführung von Informationstagungen und Kursen zur Aus- und Weiterbildung von interessierten Privatpersonen und Organisationen über die Anforderungen an Tätigkeiten im Bereich der IZA

Stiftungsrat

Christine Beerli-Kopp, Präsidentin

Christine Beerli, frühere Vizepräsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), wurde 1953 geboren. Ihre berufliche Karriere begann sie als Rechtsanwältin und ihre politische Laufbahn als Mitglied des Stadtrats von Biel, dem sie 1980-1983 angehörte. 1986-1991 war Christine Beerli Mitglied des Grossen Rates des Kantons Bern. 1991 wurde sie in den Ständerat gewählt, dem sie bis 2003 angehörte. Sie war u.a. Präsidentin der Aussenpolitischen Kommission und Präsidentin der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. 2003 zog sich Christine Beerli aus der Politik zurück. Seit 2006 ist sie Präsidentin des Institutsrats von Swissmedic, zuvor während zehn Jahren Direktorin des Departements Technik und Informatik der Berner Fachhochschule.

In der humanitären Hilfe wie in der Entwicklungszusammenarbeit ist es von grösster Bedeutung, die richtige Person am richtigen Ort einzusetzen. Fachliches Können und Professionalität sind unerlässlich, reichen aber nicht aus. Menschliche Qualitäten, wie Einfühlungsvermögen, kulturelle Sensibilität und Bescheidenheit sind von grosser Wichtigkeit. Häufig ist auch der Erfahrungsschatz bedeutend. Ich denke, dass cinfo Einzelpersonen und Institutionen wertvolle Hilfe leisten kann und freu mich sehr, im Stiftungsrat meinen Teil beitragen zu dürfen.

Daniel Endres

Daniel Endres war Direktor des Globalen Flüchtlingsforums beim UNHCRUnited Nations High Commissioner for Refugees – eine wichtige Initiative, um Impulse für die Erfüllung des Globalen Pakts für Flüchtlinge zu setzen – und hatte in den letzten Jahren diverse weitere Führungspositionen beim UNHCR in Genf und in Brüssel inne: Er war Direktor der Division of Resilience and Solutions, für Comprehensive Responses, der Division of External Relations und des Europabüros. Nach der Ausbildung in Rechts- und Politikwissenschaft und einigen Jahren Praxis als Rechtsanwalt begann Daniel Endres seine Laufbahn in der internationalen Zusammenarbeit als Schweizer JPOJunior Professional Officer in Pakistan. Er bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Feldarbeit beim UNHCR mit und war unter anderem als Repräsentant für den Irak, als stellvertretender Missionschef in Afghanistan sowie als Senior Emergency Preparedness and Response Officer in der DR Kongo, Westafrika, Nordkaukasus, Nordalbanien und weiteren Ländern tätig.

Isabel Günther

Isabel Günther ist seit 2014 Professorin für Entwicklungsökonomie und Direktorin von NADEL (Nachdiplomstudium für Entwicklungsländer) an der ETH Zürich. Von 2008 bis 2014 war sie als Assistenzprofessorin für Entwicklungsökonomie an der ETH Zürich tätig. Zuvor war sie drei Jahre lang wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen und ein Jahr lang an der Harvard School of Public Health. Ihr Hauptforschungsinteresse liegt in der empirischen Mikroökonomie mit besonderem Fokus auf der Messung von Armut und Ungleichheit, Bevölkerungsökonomie, Technologien und Methoden zur Armutsbekämpfung sowie der Effektivität von Entwicklungshilfe. Isabel Günther hat ihre Forschungsprojekte grösstenteils in Benin, Burkina Faso, Äthiopien, Kenia, Uganda und Südafrika durchgeführt.

Barbara Hintermann

Barbara Hintermann ist seit 2020 Generaldirektorin von Terre des hommes Lausanne, der führenden Organisation für Kinderhilfe in der Schweiz. Von 2015 bis 2020 war sie Generaldirektorin der Stiftung Initiativen der Veränderung Schweiz (IofC), wo sie vor allem in der Friedensförderung und Versöhnung tätig war. Bereits früher erwarb sie umfassende Erfahrung in der humanitären Hilfe beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) als stellvertretende HR-Direktorin und HR-Direktorin ad interim, als Operations Director für Europa und Nordamerika am Hauptsitz in Genf, als Delegationsleiterin in Kolumbien sowie als Delegationsleiterin und in anderen Führungspositionen in Guinea, Südsudan und Ruanda. Sie führte ausserdem Missionen im Libanon und in Israel/Besetzte Gebiete durch. Zuvor war sie Marketingchefin bei UNICEFUnited Nations Children's Fund Schweiz. Ausgebildet wurde Barbara Hintermann an der HWV Zürich (heute: HWZ, Hochschule für Wirtschaft Zürich) in Betriebs- und Unternehmensökonomie.

Kompetente und werteorientierte Menschen zu finden, hat für mich als Führungskraft eine hohe Priorität. Ich bin überzeugt von der Mission von cinfo und dem Mehrwert, den cinfo den Organisationen der internationalen Zusammenarbeit bringen kann, und ich freue mich, meine langjährige Erfahrung zugunsten der Weiterentwicklung von cinfo einbringen zu können.

Lorenz Indermühle

Lorenz Indermühle setzt sich seit mehr als 20 Jahren beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) und Internationalen Roten Kreuz (IKRK) dafür ein, das Leben, die Gesundheit und die Würde der Menschen zu schützen. Unter anderem arbeitete er auch für kleinere NROs in Zentralamerika. Seit 2014 ist er Chef der Abteilung Afrika/Amerika des SRK. In dieser Position ist er verantwortlich für die strategische Planung und Führung der Mitarbeitenden. Bis 2012 konnte er als Programmverantwortlicher zahlreiche Programme und Projekte des SRK in Osteuropa, Zentralasien und Südostasien umsetzten, überwachen und evaluieren. Lorenz Indermühle besitzt einen MSc in Entwicklungszusammenarbeit der Universität von London (School of Oriental and African Studies) und einen CAS «Führungskompetenz entwickeln» der FHNW.

cinfo hat mich während meiner Arbeit und Karriere stets begleitet. Von der Professionalität und dem Angebot der Stiftung war ich stets beeindruckt – sei es auf persönlicher Ebene (Beratung und Laufbahnorientierung) oder als Vertreter einer Organisation (Unterstützung bei der Personalgewinnung, eine meiner Hauptaufgaben in meiner aktuellen Position). Mit meiner Erfahrung in der internationalen Zusammenarbeit und meinem Netzwerk, möchte ich, als Stiftungsratsmitglied, zur fortwährenden Professionalität cinfos beitragen und cinfo auf neue Herausforderungen vorbereiten. 

David Keller

David Keller leitet seit 2018 die Arthur Waser Stiftung in Luzern, die eine Bildungsstrategie in verschiedenen afrikanischen Ländern fährt und in den Bereichen Kunst&Kultur sowie Soziales in der Zentralschweiz aktiv ist. Vorher war es als Head International Affairs an der Zürcher Hochschule der Künste tätig und als Direktor der African Innovation Foundation (AIF) in Zürich. Bei der DEZA war er in den Jahren 2008 bis 2011 verantwortlich für den Aufbau des Programms der Öffentlich-Privaten Partnerschaften. David Keller lebte von 1999 bis 2005 in Lateinamerika, wo er für die Stiftung AVINA arbeitete. Vor 1999 war er als Opernsänger in Deutschland und der Schweiz tätig. David Keller ist Jurist (Uni Zürich), MBA (University of Toronto und HSG) und Opernsänger (Konservatorium Zürich und Opernstudio Biel/Basel).

Ich möchte durch mein Engagement im Stiftungsrat von cinfo die Verankerung von Akteuren des Privatsektors als Ziel- und Anspruchsgruppe von cinfo fördern.

Erich Wigger

Erich Wigger, Wirtschaftshistoriker, bekleidet seit 2011 die Funktion des Head Finance & Services in der Geschäftsleitung von HELVETAS Swiss Intercooperation. Zuvor war er während neun Jahren als Mitglied der Geschäftsleitung von INTERCOOPERATION tätig gewesen. Ursprünglich absolvierte Erich Wigger eine kaufmännische Lehre und schloss danach ein Studium der Wirtschaftsgeschichte in Verbindung mit Nationalökonomie an der Universität Zürich ab, wo er einige Jahre arbeitete und dissertierte. Darauf folgten Anstellungen bei der Gewerkschaft SMUV und dem gewerkschaftlichen Bildungsinstituts MOVENDO. Erich Wigger engagiert sich seit 2002 im Stiftungsrat von cinfo.

Aufgrund meines beruflichen Hintergrunds möchte ich meine breite Erfahrung mit der Entsendung von Personal ins Ausland bei cinfo einbringen. Ebenso wichtig ist mir, als Stiftungsratsmitglied zur betriebswirtschaftlichen Nachhaltigkeit bei cinfo beizutragen.

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info@cinfo.ch

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