Deine Umgebung von Zeit zu Zeit zu verlassen ermöglicht dir neue Energie und Geduld zu tanken.
Nathalie
Meyer
Social Policy Specialist, UNICEF, Kampala, Uganda

Leben und Arbeiten mit den Vereinten Nationen

Meine Motivation

Dadurch, dass ich während meiner Kindheit in verschiedenen Entwicklungsländern war, fühlte es sich für mich natürlich an eine Karriere in der Internationalen Zusammenarbeit (IZA) zu beginnen. Dieser Bereich interessierte mich seit jeher und ist auch der Grund, weshalb ich mich entschied internationale Beziehungen zu studieren. Meine gegenwärtige Stelle ist eine Fortführung meiner Reise durch verschiedene multilaterale Organisationen. Das Mandat der UNICEFUnited Nations Children's Fund fasziniert mich besonders und nach fast fünf Jahren im regional office in Bangkok wollte ich in ein country office zurückgehen.

Meine berufliche Laufbahn

Aus beruflicher Sicht bin ich immer noch offen für neue Erfahrungen und am  Feinschliff meines Weges.
Ich bin davon überzeugt, dass meine frühen Volontariats− und Praktikumserfahrungen und vorallem meine Mission als UN Youth Volunteer mit UNDPUnited Nations Development Programme in Bhutan essentiell waren in der Entscheidung eine Karriere in der IZA zu verfolgen. Durch meine vielseitige Erfahrung in Asien und neuerdings in Afrika habe ich mich zu einer Spezialistin entwickelt und begrüsse zusätzliche Verantwortung und Herausforderungen.

Meine Aufgaben

In meiner aktuellen Stelle bei UNICEF in Uganda liegt mein Fokus darin mit der Regierung und anderen Schlüsselakteuren in Bezug auf soziale Sicherheit und Kinderrechte zu interagieren.
Während meiner Zeit als NETI im Kongo leitete ich Aktivitäten zur Unterstützung unserer öffentlichen Finanzierung für unsere Kinder− und Policy Forschung. Ich unternahm regelmässige Feldbesuche, vor allem im Süden des Landes, um sowohl die Implementierung unserer Programme, als auch meine Kolleginnen und Kollegen im Feld zu unterstützen. Es war immer interessant und fesselnd die Situation ausserhalb der Hauptstadt Kinshasa zu erleben.

Pro und Kontra

Ich geniesse es wieder auf Länderebene zu arbeiten und die Möglichkeit zu haben Partnerschaften zu entwickeln und sowohl mit Regierungsmitgliedern, Repräsentanten der Zivilgesellschaft, unabhängigen Menschenrechtsinstitutionen und bilateralen Entwicklungsorganisationen zu interagieren. In unserem Büro geniessen wir grosse Diversität mit Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster Hintergründe. Ich geniesse es im Team zu arbeiten und mit vereinten Kräften auf Ziele hinzuarbeiten. Selbstverständlich kann diese Arbeit auch herausfordernd sein und es gibt einige Prozesse, denen gefolgt werden muss und welche zeitaufwendig aber dennoch notwendig und wichtig sind.

Was ich gelernt habe

Immer wenn ich in ein neues Land und Büro wechsle ist meine Lernkurve am steilsten. Es dauert einige Zeit um mich in den Kontext einzufügen und Beziehungen aufzubauen, aber dieser Schritt ist ein Schlüsselfaktor in meiner Arbeit, welche auf Policies fokussiert. Je mehr jemand herumreist und je öfter diese Person sich in neue Orte und Büros integriert, desto besser wird sie. Meine Strategie besteht darin in einem ersten Schritt zu beobachten und zuzuhören und in einem zweiten Schritt die Lücken zu füllen und dort Unterstützung zu leisten, wo nötig. Meine Stelle im Kongo war meine erste Position bei UNICEF und ich profitierte sehr von der tollen Unterstützung, welche das NETI Programm mir bot. Diese beinhaltete mentoring und coaching, welche ich später unabhängig weiterführte. Die Unterstützung durch NETI ermöglichte es mir mich schnell in meiner neuen Position zurechtzufinden.

Leben in Kampala

Konstant von einem Land ins nächste zu wechseln ist aufregend, hat aber auch einige Schattenseiten (die meisten davon sind logistischer Natur): an einen neuen Ort ziehen, sich an ein neues Arbeitsumfeld gewöhnen, in ein neues Umfeld integrieren, neue Freundschaften knüpfen... Dies kann herausfordernd sein, ist aber gleichzeitig was mich immer wieder antreibt.

In den Kongo zu ziehen war auf Grund des komplexen Kontexts und der Sicherheitsrestriktionen ein bisschen kompliziert. Ich fand heraus, dass wenn ich alle paar Monate eine Pause mache, ich neue Energie und Geduld tanken kann.

Im August 2016 zog ich nach Kampala. Viele meiner Freunde und Kollegen sagen "Uganda ist Afrika für Anfänger", deshalb war es für mich auch relativ einfach mich dort einzugewöhnen. Ich empfehle Uganda definitiv− sowohl zum Leben als auch zum Reisen! Der grösste Minuspunkt ist allerdings der Verkehr.

Meine nächsten Schritte

Ich bin sehr zufrieden damit wo ich momentan bin – im Beruf und im Privatleben. Ich hoffe, auf der Grundlage, welche ich während des letzten Jahres gebildet habe, aufzubauen und so die UNICEF Arbeit im Bereich der sozialen Sicherheit und der Kinderrechte in Uganda zu verstärken.

Mein Rat an jene, welche eine Karriere in der IZA anstreben

Offenheit und Flexibilität sind Schlüsselfaktoren. Ins Ausland zu ziehen und in der IZA zu arbeiten kann sehr aufregend sein, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Ich ermutige Dich im Ausland zu studieren, zu reisen, zu volunteeren oder zu arbeiten, auch wenn Du noch studierst. Übernimm Aufgaben, bei denen Du etwas lernen kannst und an Orten, welche Du gerne kennenlernen möchtest, auch wenn es noch nicht Dein Traumjob ist. Mein Rat ist, dass solange es Dir hilft Dich in Richtung Deiner Ziele zu entwickeln und Dir erlaubt für Deine Werte einzustehen, ist es immer eine Überlegung wert. Wenn Du es nicht magst, wechsle. Initiativen wie das UN Youth Volunteer Programme und JPOJunior Professional Officer oder Associate Expert Positionen sind tolle Möglichkeiten um relevante Erfahrung zu sammeln und Deine Chancen für zukünftige Stellen bei der UNO zu erhöhen.

Portrait aktualisiert März 2018

Profile

Name
Nathalie
Meyer

Alter
34

Position
Social Policy Specialist, UNICEF, Kampala, Uganda

Bildung
Master in Internationalen Beziehungen, Graduate Institute Geneva

Wichtigste Jobs

  • UN Youth Volunteer, United Nations Development Programme (UNDP) in Bhutan
  • Programme Officer, Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC) inMongolia
  • Associate Expert in Human Rights at OHCHR
  • Associate Social Affairs Officer (consultant) at UNESCAP
  • Social Policy Officer, UNICEF DRC

IZA-Panorama entdecken

Was bedeutet internationale Zusammenarbeit? Definitionen, Akteure und Laufbahnbeispiele finden Sie im Panorama der IZA-Arbeitswelt.

Diese Seite teilen