Anforderungen und gefragte Kompetenzen

Die Anforderungen in der internationalen Zusammenarbeit unterscheiden sich prinzipiell nicht von anderen Arbeitsmärkten. Arbeitgeber suchen die für ihre Vorhaben am besten geeigneten Fachleute, um beabsichtigte Aufgaben möglichst effizient zu erfüllen. Mit anderen Worten: Es geht um Fähigkeiten. Der gute Wille ist auch wichtig, reicht aber alleine nicht aus.

Grundvoraussetzungen sind eine abgeschlossene Ausbildung und Berufserfahrung – ausser für Praktika. In der internationalen Zusammenarbeit (IZA) sind viele verschiedene Berufe gefragt (siehe Arbeitsmarktbericht 2013/2014, Kapitel «Die offenen Stellen»), je nachdem in welchem Bereich oder zu welchen Themen ein bestimmter Arbeitgeber aktiv ist.
Zum Arbeitsmarktbericht 2013/2014

Ausbildung und IZA-Berufserfahrung

Für die meisten Tätigkeiten werden Ausbildungen auf Universitätsstufe vorausgesetzt, manchmal ist entsprechende Erfahrung gleichwertig. Ausbildung ist aber nicht alles: In der IZA kommt dem Lernen bei der Berufsausübung besondere Bedeutung zu, da berufliches Können in den spezifischen Kontext der IZA übertragen werden muss. Dies ist der Grund, warum für viele Tätigkeiten IZA-Erfahrung vorausgesetzt wird.

Altersgrenzen gibt es vorab bei Stellen in Nachwuchsprogrammen. Einige Organisationen kennen sie aber auch für andere Stellen (zum Beispiel IKRK für Delegierte).

Gefragte Kompetenzen

In der IZA ist meist ein besonders breites Spektrum an Kompetenzen gefragt. Dazu gehört die Fähigkeit, in bestimmten Anforderungssituationen adäquat zu handeln. Zu den fachlichen Kompetenzen können neben den berufsbezogenen Fähigkeiten auch Projektmanagement, Controlling oder die Sprachkenntnisse gezählt werden.

Darüber hinaus sind ausgeprägte soziale und persönliche Kompetenzen gefragt. IZA beinhaltet immer Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen oder Koordination mit anderen Institutionen. Fähigkeiten im Verhandeln und Vernetzen, im konstruktiven Umgang mit Konflikten sind unabdingbar. Der Kontext ist interkulturell, doch «Verständnis für andere Kulturen» allein reicht nicht aus. Vielmehr geht es darum, sein kulturell geprägtes Repertoire in Sachen Kommunikation, Führung, etc. zu erkennen und im jeweiligen Kontext ausbauen zu können.
Mehr zu interkultureller Kompetenz erfahren

Der Kontext der IZA ist geprägt von viel Unsicherheit und unbestimmten Situationen. Trotzdem gilt es, Entscheidungen zu fällen und zu handeln. Flexibilität bedeutet in einem solchen Kontext: Ambiguität aushalten und in einem Umfeld handeln können, das manchmal über längere Zeit unklar bleibt und sich rasch verändert.

Schliesslich sind strategisches Denken und Führungskompetenz (oder Potenzial dazu) gesucht.

Interessant oder gefragt sind häufig Kombinationen von Kompetenzen, wie zum Beispiel eine technische Spezialistin, die auch in verschiedenen Sprachen gewandt und sozial kompetent ist.

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Was bedeutet internationale Zusammenarbeit? Definitionen, Akteure und Laufbahnbeispiele finden Sie im Panorama der IZA-Arbeitswelt.

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